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7. Schwangerschaft

1.10.2010, 22. SSW:
Ende Mai hielten wir endlich erneut einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen. Dieses Mal wurde ich genauestens von zwei Ärzten überwacht, zu denen ich mich auch gleich aufmachen musste. Gleich zu Beginn der Schwangerschaft hatte ich wieder starke Blutungen und musste mich sehr zusammen nehmen. Ca. 2 Wochen später hat man am Ultraschall ein recht großes Hämatom entdeckt, von dem die Blutungen wahrscheinlich stammten. Seitdem hatte ich Bettruhe und Schonung und leider immer mal wieder Blutungen. In der 20. SSW war das Hämatom so weit abgebaut, dass ich mich wieder etwas mehr bewegen durfte, was ich sehr genossen habe, mich aber trotzdem immer geschont habe. Allerdings hatte ich in der 21. SSW wieder starke Blutungen, bei der Untersuchung ging es unserem Kind aber gut. Wahrscheinlich kamen diese letzten Blutungen von der Plazenta, die im Moment über dem Muttermund liegt. Das kann sich im weiteren Verlauf der SS aber noch geben. Die Blutungen sind damit auch nicht tragisch, das kann vorkommen. Mir fällt es nur schwer, jedes Mal diese Angst auszuhalten. Im Moment muss ich mich also wieder sehr schonen.


2.11.2010, 27. SSW:
Mittlerweile geht es um einiges besser. Die Plazenta hat sich verschoben und liegt nun nicht mehr über dem Muttermund. Unser Kind wiegt jetzt etwas über 800 g und bewegt sich viel. Ich freue mich jedesmal, die Bewegungen zu spüren, zeigt es doch, dass es unserem Kind gut geht. Schonen soll ich mich allerdings immer noch.
Mir gehen zur Zeit oft Gedanken zu unserer Klara durch den Kopf. In der 27. SSW lag ich mit ihr im Krankenhaus und die Geburt stand kurz bevor. Rückblickend merke ich, was für eine Anstrengung es damals war durchzuhalten. Ich freue mich nun an jedem Tag, den ich jetzt mit unserem Kind daheim und wohlauf verbringen darf.


13.02.2011, Rückblick:
Nachdem ich Mitte November einen sehr schmerzhaft blockierten Rücken hatte, ging es danach mit dem Rücken und mit dem Gewicht des Bauches bergauf. Weihnachten und Silverster haben wir gut verbracht. Dann ging es Anfang Januar ans Überlegen, welche Sachen wir für unser Baby brauchen würden. Doch schon nach den zwei ersten "Einkaufstagen" bekam ich in der Nacht sehr starke Blutungen und wir fuhren schnurstracks ins Krankenhaus. So kam es, dass unsere Tochter Rafaela vier Wochen vor Termin per Kaiserschnitt entbunden wurde. Bei der Geburt wog sie stolze 2400g. Doch leider war ihr Blutzuckerspiegel zu niedrig, weshalb sie ihre ersten 3 Wochen auf der Kinder(intensiv)station verbringen musste. Es war die gleiche Station, auf der auch Klara damals lag und viele der Schwestern und Pfleger kannten uns bzw. wir kannten sie noch. Mein hauptsächliches Gefühl dabei war Dankbarkeit dafür, dass es Rafaela so gut ging und alles so gut verlaufen ist. Manchmal überkam mich aber auch die Trauer um unsere Tochter Klara. Die Erinnerungen kamen hoch: So z.B. als ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde und wir Rafaela dort lassen mussten, an Klaras drittem Geburtstag oder als in unser Zimmer andere Frühchen verlegt wurden, die mit fast so geringem Gewicht wie Klaras geboren wurden. Als wir Rafaela endlich mit nach Hause nehmen durften, war die Freude und die Umstellung groß. Zuerst war sie sehr anhänglich und wollte ständig gestillt werden. Mittlerweile haben wir uns zusammengelebt und genießen unser Leben zu dritt.